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Softwarelösungen
Krämer & Partner sieht sich nicht als EDV-Spezialist, sondern auf Grund der Erfahrung als moderierender Organisator, der dort wo es notwendig ist, lieb gewonnene "alte Zöpfe" in der Organisation abschneidet und dort wo es nicht anders geht, gemeinsam mit den Beteiligten eine Modifizierung des Systems herbeiführt.

Warum entstehen z. B. Probleme bei der Einführung neuer Software?

Eine erfolgreiche Systemeinführung ist nicht unbedingt von dem ausgewählten System abhängig, sondern von einem menschlich und fachlich qualifizierten Team.

In den Firmen begegnen uns immer wieder Aussagen, dass das ausgewählte System bestimmte Funktionen nicht habe. Bei einer näheren Betrachtung stellt sich allerdings oft heraus, dass das System die Funktion sehr wohl hat aber auf einem anderen Weg erreicht wird als bei dem seither bekannten System.

Ein Firmenchef der für die Systemeinführung zuständig ist, sollte sich nicht in Besprechungen über den Einführungsstand des Systems informieren. Bei einer größeren Besprechung werden die Mitarbeiter gemeinsam sagen: "alles klar Chef", womit dieser im Regelfall zufrieden die Runde verlässt.
Bei unseren Kunden ist dies oft der Fall, obwohl wir zu diesem Zeitpunkt schon sehr genau wissen, welche Anwendungsschwierigkeiten eine ganze Anzahl von Mitarbeitern haben.

In den meisten von uns gelösten Aufgaben war nicht die EDV das eigentliche Problem, sondern die mangelnde Schulung der Mitarbeiter und damit das Verständnis für den Einsatz der EDV.

Der Systemanwender für dessen Arbeit das System vordergründig angeschafft wird, wird bei der Formulierung des Pflichtenhefts zur Systemauswahl, nicht ausreichend eingebunden.
Die Mitarbeiter bzw. die für die Systemauswahl Zuständigen, haben bei der Befragung der späten Systemanwender so stark das im Vorfeld doch schon bekannte System im Kopf, dass die Befragung oft nur darauf hinausläuft das System zu bestätigen.
Da die EDV-Einführung im Regelfall ein Projekt ist das von der obersten Firmenleitung getriggert wird und die Einführung des ausgewählten Systems im Vordergrund steht, werden noch so sinnvolle Anregungen der Fachbereiche, im Keim erstickt.

Bei ausreichender Qualifikation des Teams zur Systemeinführung, kann es auch Sinn machen, ein System ohne langes "wenn und aber" in das Unternehmen "hineinzudrücken". Das so installierte System ist dann im Laufe der Zeit für eine sinnvollere Handhabung zu modifizieren.

ImageFür eine erfolgreiche Umstellung des EDV-Systems, sollte sich der Chef die Anwendung und Nutzung der Systeme von den nächsten beiden Führungsebenen vorführen lassen. Zwar ist dies erst einmal mit einem hohen Zeitaufwand verbunden, der sich allerdings später in einer durchgängigen Nutzung und damit einer wesentlichen Effizienzsteigerung des Unternehmens niederschlägt.

Während die Firmenleitung oft die erfolgreiche Installation der Software bekannt gibt, suchen die Mitarbeiter immer noch den Nutzen daraus.
Hier wird oft übersehen, dass die Installation der Software nicht mit der Einführung, sprich Nutzung der Software, gleich zu setzen ist.

 
 
 
Die Einführung oder Umstellung eines EDV-Systems erfolgt mit den Mitarbeitern und trotzdem oft an den Mitarbeitern vorbei.


ImageDa den Mitarbeitern die Anwendung und Nutzung der Software weitestgehend unbekannt geblieben ist, bleiben sie bei den ihnen bekannten Arbeitsmitteln.
Mit dieser Vorgehensweise bleibt auch für Mitarbeiter, die die Software nutzen wollen die Aussagefähigkeit des Systems eingeschränkt. Teilweise sind die Informationen, auf Grund der eingeschränkten Nutzung des Systems, ganz einfach falsch.

Konsequenz daraus:
Das Vertrauen in das System und die Nutzung nehmen kontinuierlich ab.
 
 
Später arbeiten die Mitarbeiter, da sie ihre Arbeit erledigen wollen, mit System (Tabellenkalkulation und Listen) am System vorbei.
 
 
 

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